Immer mal was NEUES - KASSENSYSTEME


Wussten Sie dass - ab 1. Jänner 2016 der Unternehmer eine Registrierkasse führen muss, die den Vorgaben der Kassenrichtlinie (KRL 2012) entspricht, seine Bareinnahmen mit dieser erfassen und Belege ausstellen, die den Anforderungen des § 132a BAO entsprechen.
Soweit zur Therorie.
In den folgenden Zeilen möchten wir diese Fakten vereinfacht darstellen und veranschaulichen.

Mit dem am 7.7.2015 vom Nationalrat beschlossenen Steuerreformgesetz sind einige Punkte geklärt.
Vieles ist aber noch offen und durch weitere Verordnung zu regeln.
Gemäß dem Beschluss des Nationalrates müssen ab 1.1.2016 Betriebe alle Bareinnahmen zum Zweck der Losungsermittlung einzeln erfassen.
Der Begriff „Barumsätze“ umfasst auch Zahlung per Bankomat- oder Kreditkarte, die Hingabe von Barschecks oder ausgegebene Gutscheine, Bons, etc.
Ein Kassasturz, wie ihn derzeit Unternehmen bis € 150.000,-- Jahresumsatz machen dürfen, ist ab dem kommenden Jahr grundsätzlich nicht mehr zulässig.
Ab dem erstmaligen Überschreiten der oben genannten Grenzen muss der Unternehmer mit Beginn des viertfolgenden Monats nach Ablauf des Voranmeldezeitraums für die Umsatzsteuer (Kalendermonat oder Kalendervierteljahr) ein geeignetes Kassensystem haben.
Zu beachten ist auch sogenannte die „Belegserteilungsverpflichtung“
Für jeden Betrieb, besteht ab 1.1.2016 die Verpflichtung bei Barzahlungen einen Beleg zu erstellen und dem Käufer auszuhändigen. Dieser muss den Beleg entgegennehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten für Zwecke der Kontrolle durch die Finanzverwaltung mitnehmen. Vom Beleg muss der Unternehmer eine Durchschrift oder elektronische Abspeicherung machen und wie alle Buchhaltungsunterlagen sieben Jahre aufbewahren.

Ausnahmen/Erleichterungen
In folgenden Fällen sind Ausnahmen/Erleichterungen möglich:
Betriebe, die von Haus zu Haus gehen oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder anderen öffentlichen Orten den Geschäftsbetrieb ausüben.
Betriebe, bei denen keine Gegenleistung durch Bezahlung mit Bargeld erfolgt. Diese Ausnahme wird hauptsächlich die sogenannten Webshops betreffen.
Erleichterungen sind auch hinsichtlich der zeitlichen Erfassung der Bareinnahmen in die Registrierkasse vorgesehen.
Die Ausnahme soll die „mobilen Gruppen“ wie mobile Friseure, Masseure, etc. betreffen.
Diese sollen ihre Umsätze mittels Paragon aufzeichnen dürfen, einen Beleg erteilen und erst im Nachhinein den Geschäftsfall in der elektronischen Kasse am Betriebsort erfassen dürfen.
Wie die Erleichterungen im Detail aussehen werden, ist noch ungewiss, da die Verordnung derzeit noch nicht veröffentlicht wurde.
Quelle: WKÖ

Komplettkassensysteme sind bereits ab monatlich 35,- (Leasingvariante) erhältlich.
Eine Beratung vor der Anschaffung ist empfehlenswert, da es eine Vielzahl von Systemen und Funktionen gibt.
Hier helfen die Spezialisten der SUPPORTWARE GmbH gerne weiter.